12. Aktionstag „Junge Fahrer“ setzte am Mosbacher Gymnasium auf emotionale Berichte von Einsatzkräften und realistische Simulatoren
Beim Aktionstag „Junge Fahrer“ im Nicolaus-Kistner-Gymnasium Mosbach (NKG) stand einmal mehr die Sicherheit junger Verkehrsteilnehmer im Mittelpunkt. Bereits zum zwölften Mal hatten das Polizeipräsidium Heilbronn und das Landratsamt Neckar-Odenwald-Kreis gemeinsam mit der Verkehrswacht Neckar-Odenwald und dem Förderverein Sicherer Neckar-Odenwald-Kreis zu dieser Präventionsveranstaltung eingeladen.
Zum Auftakt wurden die Schülerinnen und Schüler von Schulleiter Jochen Herkert, Landrat Dr. Achim Brötel, Maria Ostertag als Leiterin der Prävention des Polizeipräsidiums Heilbronn sowie der Leiterin des Rechts- und Ordnungsamts der Stadt Mosbach, Evelyn Wörner-Zemelka, willkommen geheißen. In ihren Grußworten brachten sie die große Bedeutung von Verantwortung, Fairness, Aufmerksamkeit und gegenseitiger Rücksichtnahme im Straßenverkehr zum Ausdruck – insbesondere bei jungen Fahrerinnen und Fahrern. Schulleiter Jochen Herkert dankte insbesondere seiner Stellvertreterin Elvira Horvath und Rico Steiner von der Polizei für die Organisation des Tages sowie allen Beteiligten für diesen wichtigen Aktionstag.
Herzstück des Aktionstags am NKG war die dreiteilige, sehr eindrückliche Vortragsreihe von Polizei, Rettungsdienst und Seelsorge. Dabei berichteten die Referenten, Herr Steiner, Herr Dr. Genzwürker und Herr Jüttner aus ihrer Einsatzpraxis und schilderten unter anderem einen selbst erlebten tödlichen Verkehrsunfall. Die eindringlichen Schilderungen der Einsatzkräfte sowie die emotionalen Eindrücke aus realen Einsätzen sorgten bei vielen Schülern für nachdenkliche Momente. Ziel der Vorträge war es, nicht nur über Regeln und Gefahren zu informieren, sondern auch die menschlichen Folgen schwerer Verkehrsunfälle deutlich zu machen.
Darüber hinaus konnten die Jugendlichen an Mitmachstationen praktische Erfahrungen sammeln. Großen Zuspruch erhielten etwa der Überschlagssimulator und der Gurtschlitten, bei denen demonstriert wurde, welche Kräfte schon bei geringen Geschwindigkeiten auf den menschlichen Körper wirken können. Auch der Fahrsimulator und der beliebte Rauschbrillenparcours stießen auf großes Interesse. Dort konnte man selbst erleben, wie stark Alkohol die Wahrnehmung, Koordination und Reaktionsfähigkeit beeinflusst. Ergänzend informierten verschiedene Stationen über Risiken durch Ablenkung, überhöhte Geschwindigkeit und Alkohol am Steuer.
Moderne Mobilität spielte ebenfalls eine Rolle: Mit VR-Brillen und dem E-Scooter-Simulator wurden Gefahrensituationen realitätsnah dargestellt und insbesondere das sichere Miteinander von Auto-, Fahrrad- und E-Scooter-Fahrern im Straßenverkehr thematisiert. Auch die Blaulichtfamilie war präsent: Viele Aktive – darunter Vertreter von Feuerwehr, dem Deutschen Roten Kreuz und der Polizei – standen den Schülern für Fragen zur Verfügung und präsentierten ihre Einsatzfahrzeuge auf dem Schulgelände des NKG.
Am Ende des Aktionstags zogen die Veranstalter eine sehr positive Bilanz. Mit der informativen und packenden Mischung aus emotionalen Erfahrungsberichten, praktischen Übungen und modernen Simulationen sei es gelungen, junge Menschen nachhaltig für Gefahren im Straßenverkehr zu sensibilisieren und Verantwortungsbewusstsein zu stärken.

