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5. Wochenimpuls Freitag, 20.11.2020 Worte, die gut tun ... Herzenssache

Bibeltext: Zwei mir wichtige Verse aus den Psalmen:

„Ich danke dem Herrn von ganzem Herzen und erzähle alle deine Wunder.“ (Psalm 9,2)

„Wie lange soll ich sorgen in meiner Seele und mich ängstigen in meinem Herzen täglich?“ (Psalm 13,3)

Auslegung:

Hallo zusammen,

heute möchte ich mich mal zu Wort melden! Spürst du mich gerade? – Nein! – Also, wenn du mal in dich hineinhörst und dabei deine Ohrstöpsel weglegst, dann bemerkst du mich. Oft verhalte ich mich ruhig, ich kann aber auch kräftig schlagen und auch losrasen.

Auf ganz unterschiedliche Weise, mache ich auf mich aufmerksam. So können mich die Menschen spüren. So bin ich mal schwer, mal leicht, mal eng, mal weit, mal weich, mal hart, mal kalt, mal warm.

Na, hast du herausgefunden, wer ich bin? – Gut! – Ich bin also dein Herz. Schlage in dir, tue meine Aufgabe und habe ja eigentlich auch nichts zu sagen. Ich halte deinen Kreislauf in Schwung, eine wichtige Aufgabe, die ich in jeder Sekunde deines Lebens gewissenhaft ausführe. Du kannst dich auf mich verlassen.

Leider weiß ich nicht, wie du über mich bzw. meine Arbeit denkst. – Für mich jedenfalls ist es ein Wunder – allein meine Beschaffenheit und meine Wirkung. Als relativ kleines Organ kann ich einen ganzen Körper am Leben erhalten. Ich bin Gott sehr dankbar, dass er mich so geschaffen hat. Jeder Herzschlag berichtet von diesem Wunder.

Aber dennoch gibt es auch etwas, das mich belastet. Eigentlich möchte ich gerne gut gelaunt vor mich hinschlagen, fröhlich und entspannt sein, doch das schaffe ich nicht immer.

Ich habe festgestellt, immer wenn du Angst vor etwas hast und dir etwas Sorgen machst, dann habe auch ich ein so komisches Gefühl und mir fällt es schwerer zu schlagen. Das kann geschehen, wenn es in der Schule nicht so gut läuft, du Stress mit den Eltern hast oder dir jemand oder etwas Angst macht, wenn du dich um einen lieben Menschen sorgst. Kurz, wenn du dich einsam und alleine fühlst, „von Gott und der Welt“ verlassen.

Irgendwie sind wir miteinander verbunden. Deine Empfindungen und Gedanken beeinflussen mich und lassen mich alles andere als kalt. Ist das nicht eigenartig? Manchmal ist es fast sonderbar, wenn es dir gar nicht besser gehen will, möchte ich dir so gerne helfen. Dann hoffe und wünsche ich für dich, dass du einen Menschen findest, der für dich Zeit hat, der für dich da ist, der dir zuhört, der dich versteht und der dir hilft. Ich weiß, dass das uns beiden gut tut. Wenn es dir besser geht, geht es auch mir wieder leichter.

Gebet:

Guter Gott,

danke, dass du mich so toll geschaffen hast. Alles gibst du mir, was ich zum Leben brauche. Gib mir auch ein weites und offenes Herz, dass ich dies spüren kann – immer wieder neu.

Aber manchmal habe ich auch Angst und mache mir Sorgen, dann wird mir ganz mulmig und mein Herz schlägt ganz schnell. Doch du hilfst mir tragen. Danke lieber Gott, dass du mich und mein Herz entlastest. Amen.

Mach mit!

Ein Herz schlägt am Tag ca. 100 000 Mal. Das sind in einem Jahr wie viele Schläge? Wie oft hat es geschlagen, bis ihr ins NKG gekommen seid und wie oft bis ihr es mit dem Abitur verlassen werdet? – Die Zahlen kannst du dir kaum vorstellen! Ist der Mensch nicht doch eigentlich ein Wunder?! Zumal, wenn man bedenkt, was auf ein Herz im Laufe seines Lebens an Schönem, aber auch an Schwerem auf es einwirken.

Schönes Wochenende und herzliche Grüße

Eure Religionslehrerin Pfarrerin Dr. Heike Vierling-Ihrig, NKG

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