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Wochenimpuls Freitag, 06.11.2020

Worte, die gut tun … - Gottes Segen ist mit uns!!!

Bibeltext:

„Und er herzte sie und legte die Hände auf sie und segnete sie.“ (Markus 10,16)

Auslegung:

Hallo zusammen,

„Und er herzte sie und legte die Hände auf sie und segnete sie.“ Dieser Vers aus dem Markusevangelium beendet einen ganz wichtigen Abschnitt des Neuen Testament: Die Segnung der Kinder.

Eltern hatten sich mit ihren Kindern auf den Weg zu Jesus gemacht, denn sie wollten, dass Jesus ihre Kinder segnet. - Den Segen Gottes zu empfangen, war den Eltern für ihre Kinder sehr wichtig. Warum? Der über einen Menschen gesprochene Segen ist eine in Wirkung gesetzte Macht, die sich nicht mehr aufhalten oder zurücknehmen lässt. Davon berichtet schon die Bibel im 1. Buch Mose 27: Obwohl Jakob sich von seinem Vater den Erstgeburtssegen erschlichen hat, blieb er ihm erhalten. Zum Segnen gehören auch entsprechende Handlungen wie das Händeauflegen. Gottes Segen gilt den Menschen als höchstes Glück.

Und nun will eine Gruppe von Eltern ihre Kinder zu Jesus zum Segnen bringen. Doch was geschieht? – Die Jünger Jesu weisen sie ab. Kinder hätten bei Jesus nichts verloren. Sie sind zu klein, verstehen noch nichts, sind unwichtig, stören und überhaupt … Die Jünger Jesus zeigen eigentlich für damalige Verhältnisse ein ganz typisches Verhalten. Aber Jesus sieht es anders! Er blamiert, ja schockiert wahrscheinlich auch seine Jünger, indem er alle ihre bisherigen Wertvorstellungen mit den Worten über Bord wirft: „Lasst die Kinder zu mir kommen und wehrt ihnen nicht; denn solchen gehört das Reich Gottes.“ Und er zeigt, wie ernst und wie unumstößlich er dies meint, indem er behauptet: „Wahrlich, ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht empfängt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen.“

Damit war der Weg für die Eltern mit ihren Kindern frei! Jesus und die Kinder konnten sich treffen, sich gegenseitig kennenlernen, miteinander reden und spielen, lachen und vielleicht auch Späße machen. Wie sehr Jesus Kinder mag und liebt, wird im Bibeltext mit dem Wort „herzen“ ausgedrückt. Wie sehr er Kinder zudem wertschätzt und respektiert bzw. für wichtig erachtet mit dem Händeauflegen und Segnen. Das Glück war für die Kinder und ihre Eltern schier ‚unglaublich‘ groß. Der Segen für ihre Kinder unumstößlich.

Segen – wer braucht ihn nicht! Gesegnet zu sein – ein gutes Gefühl! Zu segnen – im Namen Gottes allen Christen erlaubt. So wünsche ich euch gesegnete Hände, die den Segen Gottes weiterschenken.

Gebet:

Lieber Gott, deinen Segen hast du uns versprochen. Hände hast du uns gegeben. Schenke uns segnende Hände, die nicht verletzen, sondern heilen, die nicht zerstören, sondern aufbauen, die nicht aufgeben, sondern helfen. Segne uns. Amen.

Sing oder sprich mit!

Ein Segenslied (EG 581):

  1. Segne uns, o Herr! Lass leuchten dein Angesicht, über uns und sei uns gnädig ewiglich!
  2. Segne uns, o Herr! Deine Engel stell um uns! Bewahre uns in deinem Frieden ewiglich!
  3. Segne uns, o Herr! Lass leuchten dein Angesicht, über uns und sei uns gnädig ewiglich!

Das Lied wurde nach dem aaronitischen Segen getextet. Er steht im 4. Buch Mose 6,24-26: „Der Herr segne dich und behüte dich; der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig; Der Herr hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.“ Evangelische wie katholische Gottesdienste enden zumeist mit diesem Segenswort. Der Pfarrer bzw. die Pfarrerin oder der Priester heben, während sie den Segen den Menschen zusprechen, meistens die Hände und zeichnen ein Kreuz mit ihren Händen.

Wusstest du und kennst du schon ...? – Den Wuschel- oder Handsegen.

Auch heute noch lassen Eltern ihre Kinder segnen und zwar mit der Taufe. In katholischen Familien gibt es zudem den Brauch, dass, bevor ein Kind das Haus verlässt, es von seinen Eltern gesegnet wird. Die Eltern zeichnen mit ihrer Hand in die Hand des Kindes (oder auf die Stirn) ein Kreuz und sprechen dazu: „Gott segne dich“. Daneben gibt es die moderne Form des Wuschelsegens: Man streichelt mit den Händen das Haar des Kindes bzw. wuschelt durch die Haare und spricht dabei ebenfalls „Gott segne dich“. – Man darf es nachmachen! Ihr könnt eure Eltern darum bitten. Es ist nicht peinlich, sondern tut gut, gibt Kraft, Mut und Zuversicht.

Schönes Wochenende und herzliche Grüße

Eure Religionslehrerin Pfarrerin Dr. Heike Vierling-Ihrig, NKG

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