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„Sie sieht, wenn es was zu tun gibt“

Emma Schäfer erhält Sozialpreis der Johannes-Diakonie – Corona-Sonderpreis für Luana Gramlich

Die Auszeichnung mit dem Sozialpreis der Johannes-Diakonie Mosbach durfte NKG-Schülerin Emma Schäfer (2.v.l.) entgegennehmen. Der Sonderpreis für Engagement während der Coronakrise ging an Luana Gramlich (Mitte).

Einmal im Jahr schreibt die Johannes-Diakonie Mosbach (JDM) unter der Schülerschaft des ältesten Gymnasiums der Stadt einen Sozialpreis aus. Und so konnte der Schulleiter des Nicolaus-Kistner-Gymnasiums (NKG), Jochen Herkert, am Freitagvormittag in seinem Rektorat einmal mehr zu einer Preisübergabe begrüßen. Ausgewählt wurde unter den Vorschlägen die 17-jährige Emma Schäfer. Einen erstmals vergebenen Sonderpreis für Engagement im Rahmen der Corona-Krise ging an die 15-jährige Luana Gramlich.

Zu den vielen Auszeichnungen, die das NKG zuletzt bekam, gratulierte der pädagogische Vorstand der Johannes-Diakonie, Jörg Huber, gleich eingangs. Jochen Herkert und seine Stellvertreterin Marion Stoffel hoben die Bedeutung gesellschaftlichen Engagements über die Schulgemeinschaft hinaus hervor.

„Es erstaunt mich immer wieder, wie viel junge Leute freiwillig leisten“, betonte Tanja Bauer, Ehrenamtskoordinatorin bei der Johannes-Diakonie. So habe man vor einigen Jahren die Idee gefasst, „das Ehrenamt junger Menschen insgesamt auszuzeichnen“, erklärte sie. Dass man selbst als Einrichtung für Menschen mit Behinderungen an vielen Stellen auf die Hilfe von Ehrenamtlichen angewiesen sei, fügte Jörg Huber hinzu. Der Sozialpreis sei aber in keiner Weise mit Engagement bei der JDM verbunden und solle auch nicht zur Anwerbung dienen, stellte er heraus.

Eindrucksvoll liest sich bereits die Liste der Betätigungsfelder der Preisträgerin Emma Schäfer. Die 17-jährige ist Sportlerin, aber auch künstlerisch veranlagt. Zur Aktivität in mehreren Vereinen kommt ein ausgeprägtes kirchliches Engagement als Oberministrantin in ihrer Heimatgemeinde Allfeld hinzu. Und auch in Arbeitsgemeinschaften und Chören an ihrer Schule ist sie rege dabei. Dass sie nebenher als ausgebildete „Medien-Agentin“ ihre jüngeren Mitschüler/innen in der verantwortlichen Nutzung sozialer Medien im Internet unterstützt, gerät da fast schon zur Randnotiz.

„Sie sieht, wenn es was zu tun gibt“, wusste Schulsozialarbeiter Manuel Zin über die Preisträgerin zu berichten. Dabei bezog er sich nicht nur auf die Theater-AG, wo Emma Schäfer in Hauptrollen auftritt, aber auch viele organisatorische Aufgaben übernimmt. Die sprachliche Gewandtheit der Kursstufenschülerin fällt ohnehin schnell auf, wenn man sich mit ihr unterhält.

Sportlich bis zur C-Jugend als Fußballerin aktiv, praktiziert sie inzwischen die Kampfsportart Taekwondo, betreut darin eine Kindergruppe und tanzt obendrein in der Garde eines Fastnachtsvereins. Wie sie das alles zeitlich neben der Schule auf die Reihe bekommt? Mit „Struktur und Organisation!“, beschreibt sie es so, dass es sich fast schon einfach anhört. „Großes Kino“ sah darin Thekla Mattheis von der Jury, welche die Auswahlentscheidung zu treffen hatte.

Ebenfalls einiges an Engagement hat die zwei Jahre jüngere Luana Gramlich vorzuweisen. Mit dem Corona-Sonderpreis erhielt sie eine Auszeichnung, von der man „hoffen muss, dass sie einmalig bleibt“, wie Huber unterstrich. Unter anderem hat die Jugendliche aus Robern im „Lockdown“ während der Coronakrise einen Bücher-Lieferdienst per Fahrrad mit der Mosbacher Buchhandlung „Kindlers“ aufgebaut. Den Gutschein, den die bekennende Vielleserin dafür zugesandt bekam, hat sie zurückgegeben: „Ich wollte ja helfen und nicht Geld damit verdienen“, erklärte Luana Gramlich das geradezu selbstverständlich.

Für die Schülerinnen gab es je ein Buch sowie eine würdigende Urkunde. Und die diesjährige Sozialpreisträgerin Emma Schäfer durfte zudem die Geldsumme von 100 Euro in Empfang nehmen.

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